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Berufswunsch Ärztin/Arzt

Sie sind die Retterinnen und Retter in Weiß, doch der Weg zum Beruf der Ärztin oder des Arztes ist lang und steinig. Noch dazu ist es ein sehr stressiger Beruf, der einem einiges abverlangt. Trotzdem pilgern jährlich mehr als genug Maturantinnen und Maturanten an die heimischen Medizin-Unis.

Im Fernsehen ist der Alltag von Ärztinnen und Ärzten vor allem geprägt von Liebesdramen. Da geht es bloß darum, wer gerade mit wem anbandelt und welches Paar gerade miteinander streitet. Ganz so unbedarft geht es im realen Leben in der Medizin dann nicht zu. Das Fernsehen vermittelt ein falsches Bild des Arztberufes.

Was tut man als Ärztin oder Arzt wirklich?
Generell ausgedrückt befasst sich eine Ärztin oder ein Arzt mit dem Erkennen und Behandeln von Krankheiten. Medizinerinnen und Mediziner können sich auf eine von vielen Fachrichtungen spezialisieren, wie Neurologie, Radiologie oder Unfallchirurgie. Weiters gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Unternehmen, eigenen Praxen oder anderen medizinischen Einrichtungen. Vor allem in den ländlichen Gebieten gibt es nur noch wenige Ärztinnen und Ärzte. Auch Krankenhäuser sind chronisch unterbesetzt. Dies lässt sich aber auch auf die enorme Wochenstundenzahl von 
Ärztinnen und Ärzten zurückführen, wie auch auf geringe Verdienstchancen in Krankenhäusern. Jobchancen sind aber vor allem durch die Ausdünnung der Ärztinnen und Ärzte am Land besonders gegeben. Weiters gibt es nur wenige, die das Medizinstudium auch durchziehen. Denn nicht nur Wissen ist notwendig, sondern auch Empathie und Belastungsfähigkeit – der Berufs der Medizinerin bzw. des Mediziners ist kein Zuckerschlecken. Er ist zeitaufwendig und man geht körperlich und mental an seine Grenzen.

Mit dem Medizinstudium fängt alles an
Alles beginnt mit dem Medizinstudium, daran führt kein Weg vorbei. Dieses Studium dauert durchschnittlich 13 Semester, oft aber auch länger, aufgrund der hohen Anforderungen. Die Studierenden müssen sich auch umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Biologie und Chemie aneignen. Medizin ist eines der umfangreichsten Studien, man muss also einiges an Durchhaltevermögen mitbringen, damit einem dabei nicht die Puste ausgeht. Weiters ist trotz der hohen Anforderungen das Studium durchaus begehrt bei jungen Menschen. Vor allem aus Deutschland strömen Studierende nach Österreich, da hier das Studieren weitaus billiger ist als im Nachbarland. Außerdem entfliehen die deutschen Studierenden somit dem Numerus Clausus. Deshalb wurde in Österreich ein Auswahlverfahren für das Medizinstudium eingeführt. In Wien und Innsbruck muss man einen Eignungstest für das Medizinstudium absolvieren. in Graz nur einen Wissenstest. In Salzburg muss ein komplexeres dreistufiges Auswahlverfahren bestanden werden. Ebenso gibt es in Budapest eine deutschsprachige Universität, die für viele Studenten eine willkommene Alternative zum Numerus Clausus darstellt. 

Der Weg zur Ärztin oder zum Arzt
Nach frühestens zwölf Semestern hat man das Diplomstudium der Humanmedizin abgeschlossen. Erst nach dem Diplomstudium kann man das Doktoratsstudium der Medizin beginnen, das drei Jahre dauert. Um selbständig als Allgemeinärztin oder Allgemeinarzt zu praktizieren, ist in Österreich eine dreijährige Turnusausbildung notwendig. Dabei werden verschiedene Disziplinen der Medizin durchlaufen. Es ist aber auch möglich, sofort nach der Promotion eine Ausbildung zur Fachärztin oder zum Facharzt zu beginnen. Der Nachteil dabei ist, dass man dann nicht selbständig als Allgemeinmediziner/in praktizieren darf. In Österreich wird meist der Turnus absolviert, bevor man die Facharztausbildung absolvieren kann, und viele Krankenhäuser stellen nur Ärzte ein, die auch die Turnusausbildung hinter sich haben. Nach diesem ganzen Prozedere hat man es dann endlich geschafft, man ist 
Ärztin oder Arzt.  

Universitäten, an denen du Medizin studieren kannst:

Medizinische Universität Wien

Medizinische Universität Graz

Medizinische Universität Innsbruck

In Salzburg befindet sich eine Privatuniversität, die pro Jahrgang 50 Studienplätze zur Verfügung stellt.

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